Ursache für Haarausfall bei Frauen

Rund über 50 % aller Frauen leiden im Laufe ihres Lebens an Haarausfall. Bei Frauen fällt es meist dadurch auf, dass immer mehr Haare in der Bürste, im Duschabfluss oder auf dem Kopfkissen zurückbleiben. Der Zopf oder die Haarlängen wirken dünner als sonst und im fortgeschrittenen Stadium lichtet sich das Haar und die Kopfhaut blickt sichtlich hindurch. Größtenteils ist der Bereich des Scheitels, der Stirn oder der sogenannten „Geheimratsecken“ betroffen. In seltenen Fällen kommt es auch zu kahlen Stellen wie beim kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata).

Unter Haarausfall versteht man den über einen längeren Zeitraum andauernden täglichen Haarverlust von mehr als 100 Haaren pro Tag. Bleibt dieser Zustand und die Haare dünnen sichtbar aus, werden lichter oder es bilden sich kahle Stellen auf der Kopfhaut, wird von der sogenannten Alopezie ausgegangen – dem krankhaften Haarausfall. Die Ursachen sind vielfältig.

Ursachen für Haarausfall (Alopezie)

Eine unzureichende Haarpflegeroutine als Ursache bei plötzlicher, unerklärlicher Haarstruktur-Änderung oder Haarverlust kommt den meisten Frauen wohl als Erstes in den Sinn. Fest steht aber – aggressive Pflege und Styling strapaziert das Haar jeder Frau ungemein und kann tatsächlich schädigen. So kann starkes Kämmen, Ziehen, strammes Binden von Zöpfen und häufiges Färben Haarbruch begünstigen.

In einigen Fällen führt dies auch zu sprödem, dünnem oder gar ausfallendem Haar. So kann der falsche Umgang mit Kopfhaut und Haar tatsächlich als eine mögliche Ursache für Haarausfall bei Frauen und auch Männern aufgeführt werden. Daher der Tipp, eine seichte Haarpflegeroutine in den Alltag integrieren, um das Haar und die Kopfhaut nicht zusätzlich stark zu belasten.

Die weitaus häufigeren Ursachen liegen allerdings deutlich tiefer und sind ebenso vielfältig, wie die Ausprägung und die Symptome des Haarverlusts selbst.

  • Schilddrüsenerkrankung
  • bestimmte Medikamente
  • chronische Erkrankungen
  • Autoimmunkrankheiten
  • Mangelernährung
  • schwere Infekte wie eine Grippe
  • hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille
  • Schwangerschaft

Um dem Haarausfall bestmöglich entgegenwirken zu können, ist der Besuch bei einem Dermatologen oder dem Hausarzt unabdingbar.

Hormonell bedingter Haarausfall bei Frauen

Stress, ein ungesunder Lebensstil und einseitige Ernährung wirken sich negativ auf den Hormon- und Nährstoffhaushalt aus. Der aus dem Gleichgewicht gebrachte Hormonspiegel kann sich so auch auf das Haar auswirken und den Haarwuchs sogar stoppen.

Bist du gestresst, steigt die Konzentration des Botenstoffs Noradrenalin und die des vielleicht besser bekannten und berüchtigten Stresshormons Cortisol.

Das ist zunächst nicht weiter schlimm. Wer ist nicht mal gelegentlich gestresst?

Bei langfristig anhaltendem Stresszustand aber wirkt die erhöhte Konzentration des Botenstoffs Noradrenalins am Haarfollikel entzündungsfördernd. Schäden an der Haarwurzel können entstehen, was zu Abbruch der Wachstumsphase führen kann. Die Folge des Abbruchs zeigt sich dann nach etwa 2–3 Monaten. Betroffenes Kopfhaar fällt aus. Unglücklicherweise kann der ebenso langfristig erhöhte Cortisolspiegel ergänzend zum Ausfall der Haare zur Hemmung des Haarwachstums führen. So verlierst du nicht nur Haare, sondern es können auch vorerst keine neuen Haare nachwachsen.

Zudem kann eine unausgewogene Ernährung neben einem unausgewogenen Hormonspiegel zu einem Vitamin- und Nährstoffmangel führen. Das stresst und belastet den Körper zusätzlich. Besonders Eisen- und Vitamin C gelten als essenzielle Bausteine für ein gesundes Haarwachstum. Ein Mangel und die dadurch bedingt unzureichende Nährstoffversorgung der Follikel kann ebenfalls die Ausdünnung des Haars begünstigen.

Auch der Zyklus der Frau kann zu starkem hormonellen Umschwung führen. Hier gerät das Verhältnis zwischen dem weiblichen Sexualhormon Östrogen und dem männlichen Hormon Testosteron aus dem Gleichgewicht. Diese Hormone beeinflussen auch die Teilungsaktivität der Haarfollikel sowie die Dauer des Haarzyklus. Bereits kleinste Schwankungen im Hormonspiegel können sich auf das Haarwachstum auswirken und zu Haarverlust führen.

Auch der Haarverlust nach einer Schwangerschaft oder in der Menopause der Frau ist keine Seltenheit. Das damit einhergehende Absinken des Östrogenspiegels führt ebenso zu einem unausgeglichenen Hormonspiegel. Auch hormonelle Verhütungsmethoden wie die Anti-Baby-Pille greifen stark in den Hormonhaushalt ein und können somit auch dein Haar beeinflussen.

Diffuser Haarausfall

Es gibt viele verschiedene Arten von krankhaftem Haarausfall, aber der diffuse Haarausfall (Alopezie diffusa) tritt bei Frauen am häufigsten auf. Der diffuse Haarausfall zeichnet sich durch eine allmählich, gleichmäßige Ausdünnung der Haare aus. Dies kann durch eine Reihe von Faktoren verursacht werden:

  • Alterung
  • Hormone
  • Stress
  • Infektionskrankheiten
  • Einnahme von Medikamenten
  • Strahlen- und Chemotherapie

Grundlegend bleiben beim diffusen Haarausfall, die Haarfollikel erhalten. Wenn du an einem diffusen Haarausfall leidest, gibt es eine Reihe von Behandlungen, die dir helfen können. Sprich mit deinem Arzt, um mehr über deine Möglichkeiten und Behandlungschancen zu erfahren.

Kreisrunder Haarausfall

Der kreisrunde Haarausfall gilt als seltene Form bei Frauen und äußert sich oftmals bereits im Jugendalter. Es bilden sich einzelne runde kahle Stellen auf der Kopfhaut oder anderen Körperregionen. Auslöser dafür kann eine Autoimmunerkrankung sein. Aufgrund einer Fehlregulation richten sich Abwehrzellen des Körpers gegen Zellen in den Haarfollikeln. Die Folge ist eine Entzündungsreaktion. Oft bessert sich die Krankheit nach einigen Monaten von allein wieder, sodass keine Therapie erforderlich ist. Ist das nicht der Fall, kann bei ausgeprägtem Befund eine Therapie mit Kortison begonnen werden. Kortison unterdrückt Immunreaktionen. Außerdem besteht die Möglichkeit, Kortison unter die Kopfhaut der haarlosen Stellen zu spritzen, wenn es nur wenige sind.

Anlagebedingter Haarausfall

Ja, es sind nicht nur die Männer. Auch Frauen leiden unter erblich bedingtem Haarausfall. Nicht so häufig wie Männer, allerdings betrifft diese Art von Haarausfall bis zu 42 % der Frauen.

Der erblich bedingte Haarausfall, androgenetische Alopezie genannt, verursacht durch das vererbte Gen eine Überempfindlichkeit der Haarwurzel gegenüber dem Hormon Dihydrotestosteron (DHT). Die Haare werden vorrangig an der Scheitelregion dünner und weniger. Die für Männer typische Halb- und Vollglatze als Folge des erblich bedingten Haarausfalls, findet sich nur in wenigen Fällen.

Was tun bei Haarausfall?

Plötzlich dünnes, weniges Haar erschreckt. Doch bevor willkürlich zu den erstbesten Präparaten aus der Werbung gegriffen wird, sollte zunächst die genaue Ursache des Haarausfalls gefunden werden. Hier ist entweder ein Dermatologe oder zunächst der Hausarzt die richtige Ansprechstation. Darauffolgend kann ein individueller Therapieplan unter ärztlicher Aufsicht erstellt werden. Ist ein bestimmtes Medikament Ursache für den Haarausfall, kann möglicherweise ein alternatives Präparat ausprobiert werden. Sind Erkrankungen wie Schilddrüsenüberfunktion oder Mangelernährung die Ursache für den Verlust der Haare, werden diese therapiert.

Medikamentöse Behandlungsformen

Ob Mann oder Frau, es gibt unterschiedlichste Therapiemöglichkeiten bei Haarausfall.

  1. Im Falle der erblich bedingten Ursache gibt es die Möglichkeit einer medikamentösen Behandlung. Beispielsweise durch den Wirkstoff Minoxidil. Als Blutdrucksenker lässt dieser Wirkstoff in einigen Fällen neues, kräftiges Haar nachwachsen.
  2. Dem kreisrunden Haarausfall wird mit der lokalen Anwendung von Kortison oder Dithranol entgegengewirkt.
  3. Bei der Anti-Androgene Behandlung gegen hormonbedingten Haarausfall wird auf Tabletten gesetzt, die Anti-Androgene enthalten. Die Wirkung des männlichen Hormons auf die Haarwurzeln wird so geblockt, die Durchblutung der Kopfhaut gefördert und das Haarwachstum angeregt.

Haartransplantation

Wenn dem starken Haarausfall nicht entgegenzuwirken ist, gibt es die Möglichkeit der Haartransplantation. Hier werden Eigenhaare an gewünschte kahle Stellen implantiert und können so nach dem Eingriff selbstständig wachsen und kahle Stellen auf der Haut schließen.

Wichtig anzumerken ist jedoch, dass es sich bei solchem Eingriff um eine Schönheitsoperation handelt, welche meist selbst finanziert werden muss und ebenso Nebenwirkungen mit sich bringen kann. So können Schwellungen und Wassereinlagerungen auftreten oder einzelne Transplantate wieder ausfallen.

Diese Operation sollte dementsprechend gut überlegt werden und als letzte Instanz in Betracht gezogen werden.

Tipps zur Prävention von Haarausfall bei Frauen

Doch was kann Frau tun, um dem ungewünschten Haarverlust vorzubeugen? Ein stark unterschätzter Grund für krankhaften Haarausfall ist Stress. Stress raubt deinem Körper viele Vitamine und Nährstoffe für ein gesundes Haarwachstum. Reduziere also weitgehend „Stresstrigger“ und achte darauf, das angestaute Adrenalin zu verarbeiten. Um das bestmöglich in den Griff zu bekommen, müssen Sie sich regelmäßig bewegen. Dazu reicht es bereits aus, spazieren zu gehen, Yoga auszuüben oder Fahrrad zu fahren. Zusätzlicher Sport unterstützt diese Prozesse zusätzlich.

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Auch das Rauchverhalten und der Alkoholkonsum sollten überdacht werden. Hierbei wird der Körper zusätzlich gestresst und wertvolle Nährstoffe geraubt.

Grundsätzlich gilt: Achte auf einen gesunden und ausgewogenen Lebensstil. Gehe schnellstmöglich gegen Mangelerscheinungen vor. Achte bei hormonellen Veränderungen wie einer Schwangerschaft oder der Menopause verschärft auf den erhöhten Bedarf zu achten und/oder Essenzielles zu supplementieren.

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